16-jähriger Kritzendorfer rettet verunglückten Radfahrer
Sicherheitsverdienstmedaille für Emil Graser beantragt
Große Aufmerksamkeit und außergewöhnlicher Mut zeichneten den erst 16-jährigen Emil Graser aus: Als er spätabends einen verunglückten Radfahrer entdeckte, zögerte er nicht und leistete in einer lebensbedrohlichen Situation entscheidende Hilfe. Nun soll der junge Klosterneuburger für sein couragiertes Verhalten mit der Sicherheitsverdienstmedaille der Stadtgemeinde Klosterneuburg 2026 ausgezeichnet werden.
Emil war gegen 23 Uhr mit seinem E-Scooter auf dem Radweg von Klosterneuburg in Richtung Kritzendorf unterwegs. Auf Höhe des Bahnhofs Unterkritzendorf bemerkte er ein Licht im Straßengraben, das zu einem Fahrrad gehörte. Weil er vermutete, dass jemand Hilfe benötigen könnte, blieb er stehen und suchte aufmerksam die dunkle Umgebung ab.
Dabei entdeckte er einen Mann, der rund drei Meter tief über eine Mauer in den Zulauf des Durchstichs gestürzt war. Emil erkannte rasch, dass er die Situation nicht allein bewältigen konnte, und rief seinen Vater an, der auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Kritzendorf ist. Er bat ihn um Rat und Unterstützung.
Nach dem Eintreffen von Emils Eltern verschärfte sich die Lage: Der Verunglückte stolperte im Bachbett, schlug mit dem Kopf gegen einen Felsen und verlor das Bewusstsein. Emil handelte sofort. Er kletterte zu dem Mann hinunter, zog ihn aus dem Wasser und hielt dessen Kopf über der Wasseroberfläche. Als der Verletzte wieder ansprechbar war, blieb der Jugendliche bei ihm, betreute ihn und versuchte, ihn zu beruhigen.
Währenddessen verständigten Emils Eltern die Einsatzkräfte. Rettung und Feuerwehr trafen wenige Minuten später am Unfallort ein. Die Freiwillige Feuerwehr Kritzendorf barg den Verletzten mithilfe einer Korbtrage aus der Böschung und übergab ihn der Rettung und dem Notarzt.
Stadtrat Mag. Roland Honeder: „Emil Graser hat mit seiner Aufmerksamkeit, seinem Verantwortungsbewusstsein und seinem mutigen Eingreifen gezeigt, wie wichtig es ist, nicht wegzusehen. Sein rasches Handeln trug wesentlich dazu bei, einen Menschen aus einer akuten Gefahrensituation zu retten. Deswegen habe ich Ihn für die Sicherheitsverdienstmedaillie 2026 der Stadtgemeinde Klosterneuburg vorgeschlagen und hoffe, dass der Gemeinderat diesem Antrag zustimmt.“
Roland Honeder
Foto:privat

