Stadtbildpreis für Kritzendorfer Katharinenhof vorgeschlagen
Historisches Gebäude vorbildlich saniert
Der Katharinenhof blickt auf eine lange Geschichte zurück. Er entstand aus einem Zehnthof, dessen Ursprünge vermutlich bis ins Mittelalter reichen. Die älteste bekannte Darstellung findet sich in einer Panoramazeichnung der Kritzendorfer Herrschaftshöfe aus der Zeit um 1780.
Sein bis heute prägendes Erscheinungsbild erhielt der Hof durch einen Umbau nach Plänen des Baumeisters Schömer aus dem Jahr 1896. Obwohl ein großer Teil des ursprünglichen Fassadenschmucks im Laufe der Zeit entfernt wurde, blieben wesentliche architektonische Elemente erhalten. Dazu zählen der straßenseitige Flacherker mit Bekrönung, die seitlichen Dachgaupen und der giebelseitige Balkon mit Balustrade und Konsolen aus Gusseisen.
Die nun erfolgte Sanierung der Fassaden und der Dacheindeckung wurde auf Grundlage fachlicher Untersuchungsberichte geplant. Ziel war es, das historische Erscheinungsbild möglichst entsprechend den Plänen von 1896 wiederherzustellen. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung eines ortsbildprägenden Baudenkmals und zur Aufwertung des Kritzendorfer Ortsbildes.
Stadtrat Mag. Roland Honeder: „Der Katharinenhof ist ein architektonisches Zeugnis der Kritzendorfer Geschichte. Ich habe Herrn Mag. Helfried Karner für seine gefühlvolle und in jeder Weise vorbildliche Sanierung des Katharinenhofs in der Hauptstraße 9 in Kritzendorf vorgeschlagen.“ Mit der vorgeschlagenen Verleihung des Stadtbildpreises soll – im Falle einer Zustimmung des Gemeinderates – die Stadtgemeinde das Engagement für den verantwortungsvollen Umgang mit historischer Bausubstanz und den Erhalt des kulturellen Erbes in Kritzendorf würdigen.
Foto: privat

